Unfallwagen verkaufen

Nach einem Unfall stellt sich schnell die Frage, was das Auto noch bringt und wer es überhaupt nimmt. Die Antwort hängt vor allem davon ab, ob der Schaden repariert ist und was du dazu belegen kannst. Bei VERIDS gibst du den Unfallschaden an, und Händler, die solche Autos ankaufen, können darauf bieten.

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Für reparierte und unreparierte Unfallschäden.

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Repariert oder unrepariert: zwei verschiedene Verkäufe

Ein Auto, das nach einem Unfall fachgerecht repariert wurde, fährt wie vorher. Verkauft wird es trotzdem als Unfallwagen, mit einem Abschlag gegenüber einem unfallfreien Auto. Hier zählen vor allem Belege: wer repariert hat und ob es eine Rechnung gibt.

Ein unreparierter Unfallschaden ist eine andere Sache. Der Käufer muss einschätzen, was die Instandsetzung kostet und ob unter dem sichtbaren Schaden noch mehr steckt. Betriebe mit eigener Karosseriewerkstatt reparieren günstiger als du als Privatkunde. Deshalb kann ein Auto für sie interessant sein, bei dem sich die Reparatur für dich nicht mehr lohnt.

Den Unfall angeben, auch wenn man nichts mehr sieht

Einen Unfallschaden, den du kennst, musst du beim Verkauf nennen. Das gilt auch dann, wenn er längst repariert ist und man dem Auto nichts ansieht. Ausgenommen sind nach der Rechtsprechung nur ganz geringfügige Lackschäden. Im Zweifel nennst du den Schaden.

VERIDS fragt beim Einstellen, ob das Auto unfallfrei ist. Antworte nur mit Ja, wenn du es weißt. Hatte das Auto schon vor deiner Zeit einen Schaden, gib weiter, was dir der Vorbesitzer gesagt hat. Händler rechnen einen Vorschaden in ihr Gebot ein, weil sie ihn beim Weiterverkauf selbst nennen müssen. Ein verschwiegener Unfall fällt bei der Besichtigung meistens auf, und dann darf der Händler seinen Preis neu ansetzen.

Totalschaden: was das Wort bedeutet

Von einem technischen Totalschaden spricht man, wenn sich das Auto nicht mehr instand setzen lässt. Häufiger ist der wirtschaftliche Totalschaden. Dann wäre die Reparatur möglich, lohnt sich gemessen am Wert des Autos aber nicht mehr. Die Grenze zieht in der Regel ein Gutachter, der die Reparaturkosten dem Wert des Autos gegenüberstellt.

Ein wirtschaftlicher Totalschaden heißt nicht, dass das Auto wertlos ist. Der Restwert im Gutachten ist der Betrag, den der Gutachter für das beschädigte Auto am Markt noch für erzielbar hält. Käufer sind Betriebe, die günstiger reparieren können, außerdem Händler mit Abnehmern im Ausland. Was niemand mehr aufbaut, nehmen Verwerter wegen der Teile.

Wenn eine Versicherung beteiligt ist

Läuft die Regulierung noch, verkauf das Auto nicht auf eigene Faust. Der Restwert spielt in der Abrechnung eine Rolle, und die Versicherung kann dazu eigene Vorstellungen haben. Klär vorher mit ihr oder mit deinem Anwalt, ob und zu welchem Betrag du verkaufen kannst. Das ist kein Thema, bei dem wir dir raten können.

Ist alles abgerechnet, entscheidest du allein, was mit dem Auto passiert. Leg das Gutachten bereit. Für einen Händler ist es die beste Unterlage, die es zu einem Unfallauto gibt, denn es listet die beschädigten Teile auf und nennt die kalkulierten Reparaturkosten.

Was Händler bei einem Unfallauto sehen wollen

Fotografier den Schaden aus mehreren Richtungen, einmal nah und einmal so, dass man die ganze Fahrzeugseite sieht. Ungleiche Spaltmaße oder ein schief stehendes Rad sagen einem Fachmann mehr als ein Satz in der Beschreibung. In die Beschreibung gehört, was man auf Fotos nicht erkennt:

  • ob Airbags ausgelöst haben
  • ob das Auto noch fährt und geradeaus läuft
  • ob die Achse oder tragende Teile betroffen sind, soweit du es weißt
  • ob es ein Gutachten oder einen Kostenvoranschlag gibt
  • bei reparierten Schäden: wer repariert hat und ob eine Rechnung vorliegt

Hagelschaden und kleinere Blechschäden

Ein Hagelschaden ist kein Unfall im engeren Sinn, angeben musst du ihn trotzdem. Gleiches gilt für den Parkrempler mit eingedrücktem Kotflügel. Trag solche Schäden bei VERIDS als Beule oder Lackschaden ein und fotografier sie bei schrägem Licht, dann sieht man die Dellen.

So geht es bei VERIDS weiter

Nach dem Einstellen prüft unser Team die Angaben. Erst dann sehen geprüfte Händler das Auto. Ob ein Händler Unfallwagen ankauft, legt er in seinem Einkaufsprofil selbst fest. Wer das tut, kann verdeckt bieten. Eine Zusage, dass Angebote eingehen, können wir dir nicht geben.

Du vergleichst, was kommt. Ein Angebot kannst du annehmen oder ablehnen, oder du nennst dem Händler mit einem Gegenangebot deinen Betrag. Nimmst du an, bekommt dieser Händler deine Kontaktdaten, und ihr vereinbart die Besichtigung. Bezahlt wirst du von ihm direkt. Kann das Auto nicht mehr fahren, achte im Angebot darauf, ob der Händler abholt.

Verwandte Fälle

Ist das Auto nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit, findest du unter Defektes Auto verkaufen mehr zur Abholung. Für stark beschädigte Autos interessieren sich häufig Händler, die ins Ausland verkaufen. Dazu gibt es die Seite Auto für den Export verkaufen. Was dein Auto ohne den Schaden wert wäre, schätzt der Autowert-Rechner. Alles Allgemeine zum Ablauf steht unter Auto verkaufen.

So läuft’s ab

In vier Schritten zum Angebot

  1. 1

    Auto einstellen

    Fahrzeugschein fotografieren, Kilometerstand und Fotos ergänzen. Dauert etwa zehn Minuten.

  2. 2

    Wir prüfen

    Unser Team sieht sich jede Angabe an, bevor ein Händler dein Auto zu sehen bekommt.

  3. 3

    Händler bieten

    Geprüfte Händler, zu deren Einkauf dein Auto passt, geben verdeckte Angebote ab. Du bekommst jedes per E-Mail.

  4. 4

    Du entscheidest

    Annehmen, Gegenangebot oder ablehnen. Erst nach deiner Zusage meldet sich der Händler.

Der Ablauf im Detail

Fragen

Was du dazu wissen solltest

Unfallschaden angeben, Angebote vergleichen. Kostenlos.

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